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Teilnehmer*innen gesucht für das Theaterprojekt DRUGLAND

DRUGLAND ist weder eine Selbsthilfegruppe noch eine Therapie. Es ist ein Angebot für Menschen mit Suchtproblemen, die Interesse daran haben, in einer bunten Gruppe ihre Fähigkeiten, ihr Potenzial und ihre Kreativität sinnvoll einzubringen. Im Rahmen des Theaterfestivals SOMMERBLUT wird es im Juni 2019 im Freien Werkstatt Theater eine Aufführung geben.
 
Wir suchen in erster Linie Darsteller, aber auch Teilnehmer die schneidern oder schminken können, handwerklich begabt sind oder Erfahrungen im Bereich Licht & Ton mitbringen. Hier habt ihr Möglichkeit, euch positiv einzubringen. Mit Menschen, die ähnliche Probleme haben, zusammen mal was ganz anderes zu machen, zu denken, zu fühlen… Kommt einfach mal vorbei.
 
Wir treffen uns regelmäßig (außer an Feiertagen) immer donnerstags:
 
Freies Werkstatt Theater
Zugweg 10 (Hinterhof, 2. Stock)
15:30 Uhr.
 
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Bei Interesse an einem Kennenlerngespräch meldet Euch gern bei:
 
Stefan Herrmann (Regisseur): 0151 644 09 217 // herrmann_s@icloud.com
Hanna Glaser (Projektleitung): 0176 402 89 146 // hannaglaser@gmail.com
Stanislav Lazovski (Projektleitung): 0152 040 29 29 1 // s.lazovskij@yahoo.de
 
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Dies berichten Darsteller der letzten Aufführung:
 
Ein Theaterstück über den Neumarkt? Mit Drogis und Schauspielern? Und wir führen das zusammen auf? Was für ein Wahnsinn…kann das überhaupt funktionieren?
Ich habe keine Sekunde bereut da mitgemacht zu haben, eher im Gegenteil. Es war eine irre Erfahrung mit Leuten, die drauf sind aber auch solchen, die mit Drogen gar nichts zu tun haben, zusammen ein solches Ding auf die Beine zu stellen. Und dann der Applaus… Die Momente, in denen man gemerkt hat, dass bei Zuschauern das Bild von Drogensüchtigen ins Wanken gerät – das hat mir wirklich viel gegeben.
 
Wir spielen alle jeden Tag verschiedene Rollen. Für die Arbeit, für das Amt, wenn man was vom Doc will… aber selten mal eine Rolle, an der man Spaß hat, mit der man sich wohl fühlt. Das war bei Drugland ganz anders. Ich musste mich nicht verstellen oder Rücksicht nehmen, oder aufpassen was ich sage… jeder konnte sich mit dem einbringen, was er kann. Und irgendwie gelang es, das alles zu einem tollen Theaterstück zusammen zu komponieren.
 
Es war für mich faszinierend und großartig zu erleben, wieviel Einsatz und Leidenschaft jeder Teilnehmer (egal ob süchtig oder nicht, ob Profi oder nicht, ob auf oder hinter der Bühne) beim Entstehen eines Theaterstücks an den Tag legte. Die gesellschaftlichen Grenzen, die im Alltag leider immer noch zwischen der “Leistungsgesellschaft” und Menschen mit einer Suchterkrankung bestehen, waren einfach verschwunden!