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Arnes Durchblick #15 vom 4.6.2021: Nachlese – Das Nicht-Berichten hat viele Gründe

Platz und Zeit sind nicht die einzigen Gründe, auf Berichte zu verzichten.

Johannes Grammels anscheinend durchweg gelb mit etwas schwarz bezeichneten Plakate und Anthropozän, ein thematisch unpassendes Kurations-Sammelsurium aus künstlerisch wenig innovativen Projekten zur Positivdarstellung des Menschenzeitalters: Da überzeugen mich keine ausführlichen Vernissage-Gespräche.

Bei Empathic Approach, teils technisch unzugänglich, schockierte mich im Nachgespräch die Emotionslosigkeit, mit der die performenden Forscherinnen über Verbrennungen von Frauen referierten.

Die Welt hochwerfen wirkte angesichts der schlechten Qualität auch mit Bethel-Mitleids-Bonus am Schluss mit dem Lied „O steht doch auf“ wie Aktivismus der 1970er Jahre, so dass der viel ästhetischere Film im Anschluss unterging. Ähnlich aus der Zeit gefallen wirkte die technisch herausfordernde Kooperation Female Circus.

Pünktlich zum dritten Festival-Höhepunkt war meine eigne Technik dran! Ich hatte zeitweise nur noch ein Hörgerät für blind Zuhören, Orientierung, Verständigung. Das ist zu wenig für die Filmfassung von Unter Wasser Lächeln, die erste Vor-Ort-Veranstaltung mad Pride und das Kulturfinale. Ausgerechnet darüber wird es keine ‚Arnes Durchblick‘ Beiträge geben.