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Arnes Durchblick #16 vom 6.6.2021: Lösungen statt Verzicht – wie man Hintereingänge vermeidet

Ich schrieb schon, wie das Publikum kostenfrei im Kleinen mit seinen Bedürfnissen umgehen kann. Barrierefrei ist unser digitales Kulturzentrum trotzdem nicht: Haupteingang und Vereinfachter Eingang, sehr kurzfristige Ankündigungen und die noch kurzfristigeren Pandemie-Auflagen machen es den Besucher:innen der bisher hochwertigeren Festivals nicht leicht.

Dennoch gibt es zeitlose Verbesserungsvorschläge für Veranstalter:innen.

  • Auch wenn Vorbereitungszeit und Ressourcen knapp sind, bringen weniger, aber dafür gut vorbereitete Programmpunkte mehr. Zu schade, dass die wunderbaren Audiodeskriptionen zu unseren Ausstellungen erst wenige Tage vorher angekündigt wurden.
  • Organisator:innen sollten die Bedürfnisse von Künstler:innen und Publikum empathischer berücksichtigen. Beim 3. Inklusionskulturtag brauchte ich kaum Audiodeskription, aber mehr kurze Verschnaufpausen.
  • Der Online-Zugang zu Veranstaltungen, die Audiodeskription oder Übersetzung in Deutsche Gebärdensprache sind ganzheitlicher Teil inklusiver Produktionen. Bei unserer Jubiläumsgala hat die Live-Moderation technische Probleme nicht angesprochen, obwohl das auch Nachrichtensprecher:innen machen.
  • Vorab-Feedback sollte nicht unterschätzt werden. Gather Town sollte einen virtuellen Austausch aller Festival-Besucher:innen ermöglichen. Mit Videokonferenz-Programmen wie BigBlueButton oder Zoom allein wäre das kurzfristig unkomplizierter zugänglich möglich gewesen.