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Arnes Durchblick #9 vom 18.5.2021: Jammern statt mitfeiern – wenn man vergisst, was kostenlos geht

Kurz vor der Gala fällt der Audiodeskriptions-Stream aus. Plötzlich schrillen dreifach die Klezmer Tunes aus meiner Anlage! Können die nicht endlich besser planen, nur weil’s online ist und schnell gehen musste? Wieder eine halbe Stunde Ärger, die Feier läuft längst, denn das Gala-Aufgebot braucht bald Feierabend.

Doch so hilflos müssen wir nicht bleiben.

  • Ist’s unser Fehler, wenn andere mit Gather Town klarkommen? Manche Menschen gleichen Unzulänglichkeiten bloß gedankenloser aus.
  • Unsere Teilhabechance: den Veranstalter:innen Rückmeldung geben. Andere schweigen schon zu oft. Sommerblut bessert nach.
  • Was unternehmen wir zum Mitmachen? Meine Hörsehbehinderung gleiche ich mit hochkonzentriertem Nachträglich-Lücken-Füllen aus, das dauert. Schnell sein geht vorbereitet, ansonsten gnadenlos überfordert.
  • Gefühle verständlich machen, nicht verurteilen. Mir war zum Heulen: Es war anstrengend, zur Veranstaltung zu kommen. Kartenhaus eingestürzt!
  • Was brauchen wir? Erklärungen/Führungen, Übungsmöglichkeiten, Zeit-Spenden.
  • Fair bleiben: Wir wissen nichts über Beeinträchtigungen und Privat-Umstände unserer Gesprächspartner:Innen.
  • Sind unsere Erwartungen an dieses fast kostenlose spendenfinanzierte Online-Festival realistisch?

Kostenlos können wir, Menschen mit Fähigkeiten, Bedürfnissen, Gefühlen… Sommerblut MIT-machen.