queertopolis

Informationen

Zeitraum 18.5. bis 19.5.
Künstler:innen Queers aus Köln
Ort
Phoenix Sauna, Richard-Wagner-Straße 12, 50674 Köln
Zugänglichkeit Seh·behinderung/ Seh·schwäche (1 Termin) Übersetzung in Gebärden·sprache (1 Termin) Fühl-Tour (1 Termin)

Termine

Mittwoch 18.5.
19:00 Uhr
Donnerstag 19.5.
19:00 Uhr

queertopolis. Fühlt die Lust!

 

Darum geht‘s

Welche Art von Beziehungen sehen wir um uns herum?
Meist sind es Beziehungen zwischen Mann und Frau.
Beide leben zu zweit zusammen und sind sich treu.
Sie sind weiß und haben keine Behinderung.
Viele Menschen denken:
Das ist Normalität.
So muss Beziehung sein.

Das wollen wir ändern!

Liebe und Beziehungen sind vielfältig und ganz verschieden.
Und Körper auch.
Das wollen wir sichtbar machen.

queertopolis findet in der Kölner Männner·sauna Phoenix statt.
Dort träumen wir 2 Tage und Nächte lang gemeinsam von einer queeren Zukunft.

Queer ist eine Selbst·bezeichnung.
Diese Menschen benutzen das Wort queer für sich:

  • schwule Männer
  • lesbische Frauen
  • bisexuelle Menschen
  • trans Menschen
  • inter Menschen

queertopolis bringt Künstler:innen, Festival·besucher:innen und Stamm·gäste der Manner·sauna zusammen.
So wird der Sauna·besuch zu einem Erlebnis.
In den Abend·stunden laden wir ein zu Shows, Bühen·kunst, Aufführungen,
Kunstwerken, Party, Konzerten und Mini·workshops rund um Lust, Liebe, Sex und Beziehung.

Darum musst du kommen

Stellst Du Dir diese Fragen:
Was wünsche ich mir für selbst·bestimmte sexuelle Begegnungen?
Was mag ich an meinem Körper?
Kann es schöne Pornos für alle geben?
Möchtest Du mit anderen Menschen über Antworten auf diese Fragen sprechen?
queertopolis bietet einen sicheren und geschützten Ort dafür.

Hier wird Sexualität mit all ihren Formen und Möglichkeiten gefeiert.

Fragen und Antworten zu queertopolis

Es ist für uns bei queertopolis sehr wichtig: 

  • Dass sich alle während die Veranstaltung wohl·fühlen.
  • Dass sich alle während die Veranstaltung sicher fühlen.
  • Dass sich alle leicht alles finden kann. 

Sie haben vielleicht Fragen dazu.
Wir möchten deswegen hier ein paar Fragen antworten. 

 

Was erwartet mich? 

Es gibt viel zu entdecken in queertopolis.
Nicht nur Sauna.
Sondern auch:

  • Bühnen·kunst
  • Aus·stellungen
  • Queeres Porno·kino
    • Das heißt:
      Pornos für queere Menschen.
      Queer ist eine Selbst·bezeichnung.
      Diese Menschen benutzen das Wort queer für sich:
      • schwule Männer
      • lesbische Frauen
      • bisexuelle Menschen
      • trans Menschen
      • inter Menschen
  • Einen Foto·raum
  • Mini·arbeits·gruppen
  • Konzerte
  • Drag
    • Das bedeutet:
      Sich als Mann oder Frau zu ver·kleiden.
      Manche sagen auch:
      Ich ziehe mich weder wie ein Mann noch wie eine Frau an.
  • DJs
    • DJ ist eine Abkürzung für Disc jockey.
      Das bedeutet:
      Eine Person, die Musik spielt.
  • Videos
  • Einen sex·positiven Bereich
    • Das heißt:
      Ein Bereich, in dem sexuelle Kontakte er·laubt sind. 

 

Welche Uhr·zeiten gelten?

Die Veranstaltung beginnt um 12 Uhr. 
Es dauert bis 6 Uhr am nächsten Morgen.
Unser Programm findet zwischen 19 und 23 Uhr statt.
In dieser Zeit gelten unsere Regeln.
Sie sagen, was man tun kann.
Und was nicht.
Unsere Ansprech·gruppe ist auch dann da. 
Sie können sich an sie wenden, wenn Sie Fragen haben.
Oder wenn Sie sich unsicher fühlen.

Bitte beachten: 
Der Einlass dauert vielleicht ein bisschen.
Kommen Sie dann gerne ein bisschen früher.

Wir ver·kaufen keine Tickets vor Ort.
Sie kaufen ein Ticket daher am besten im Voraus.  
Das können Sie auf unsere Website tun.

Darf ich kommen?

Alle Menschen sind in queertopolis willkommen.
Egal wie Ihr Körper aus·sieht.
Egal wen Sie lieben.
Egal ob man Mann oder Frau ist. 
Oder ob man sagt:
Ich bin kein Mann und keine Frau. 

In queertopolis sind alle Formen von Diskriminierung verboten.
In queertopolis behandeln wir andere mit Respekt.
Wir sind offen für andere.
Und wir respektieren die Grenzen von andere.

So lange Sie das respektieren:
Dann sind Sie herzlich willkommen.

Was trage ich in der Sauna?

In Queertopolis tragen wir Sauna·kleidung.
Das heißt entweder: 

  • Ein Bade·mantel.
  • Oder ein Morgen·mantel.
  • Oder ein Kimono.

Wir tragen auch Badeschlappen in die Sauna.
Das ist wichtig.

Sie können bei der Sauna ein Bade·mantel leihen. 
Sie können unter dem Bade·mantel nichts tragen.
Oder Unter·wäsche.
Oder Bade·bekleidung.
Das heißt: 
Trage, womit Sie sich wohl·fühlen.

Muss ich irgendwo in der Sauna nackt sein?

Nein. 
Sie müssen nirgendwo in der Sauna nackt sein. 
Aber:
Die Saunen in queertopolis sind textilfrei.
Das heisst:
Man kann nackt sein.
Man kann auch einen Bade·mantel tragen. 
Man darf auch nackt im sex-positiven Bereich sein. 
Sonst bitten wir euch um oben genannte Kleidung.
Das heißt:

  • Ein Bade·mantel.
  • Oder ein Morgen·mantel.
  • Oder ein Kimono.

Alle fühlen sich damit wohl. 

Bitte beachten:
Einige Auf·führungen ent·halten auch Nackt·heit.

Sie können zusammen mit anderen umziehen und duschen.
Aber Sie können das auch alleine machen. 

Was ist mit Sex?

In queertopolis sprechen wir viel über Sex.
Wir denken auch viel darüber nach.
Aber:
Sexueller Kontakt ist nur an bestimmten Bereichen erlaubt.
Es gibt einen sex·positiven Bereich.
Es ist ganz klar sicht·bar. 
Ein·vernehm·liches sexuelle Kontakt ist dort er·laubt.

Es gibt auch einen Dark·room.
Das heißt:
Ein Raum, in dem es dunkel ist.
Dort findet eine Schaum·party statt.
Das bedeutet:
Da ist eine Menge Schaum drin.
Dieser Raum ist nur für FLINTA-Menschen gemeint.
FLINTA-Menschen bedeutet:
Alle Menschen die keine Männer sind.

Wir wollen gerne er·mutigen: 
Kennen und kommunizieren Sie Ihre Grenzen.
Für das, womit Sie sich wohl·fühlen. 
Probieren Sie sich.
Und seien Sie mutig!

Und natürlich: 
Schützen Sie sich und andere vor über·trag·baren sexuellen Krank·heiten.
Achten Sie auf die Hygiene.
Es gibt Hygiene·mittel in der Sauna.
Und Verhütungs·mittel auch. 

Bei queertopolis ist Konsens sehr wichtig.
Konsens bedeutet:
Man macht nicht etwas mit einer Person, was sie nicht will.
Sexuelle Kontakte sollten immer frei·willig sein.

Beachten Sie auch:
Nein heißt nein. 
Daher gilt: 
Sprechen Sie Personen an, bevor Sie handeln. 
Sprechen über Bedürf·nisse.
Über Wünsche. 
Und über Grenzen.

Was ist, wenn mir alles zu viel wird?

Es gibt viele verschiedene Bereiche in der Sauna.
Bereiche, in denen sich Menschen treffen. 
Bereiche, in denen viel passiert. 
Und Bereiche, in denen es ruhig ist.

Wenn Sie sich in der Sauna unwohl fühlen:
Sprechen Sie gerne mit unsere Ansprech·gruppe.
Sie sind für Sie da.

Was macht die Ansprech·gruppe?

Sie können mit der Ansprech·gruppe zwischen 19 und 23 Uhr sprechen.
Sie finden sie in den beiden Bars.
Und auch in den Räumen in der Sauna.
Sie können mit ihnen Deutsch sprechen.
Und Englisch auch. 

Wenn sich etwas schlecht anfühlt: 
Wenden Sie sich an die Ansprech·gruppe.

Es ist wichtig für uns, dass sich alle wohl·fühlen.
Wir nehmen deshalb alle Kontakt·auf·nahme ernst.
queertopolis soll für alle sicher sein.
Deshalb tun wir das. 

Was ist mit Drogen? 

Illegalen Drogen sind in der Sauna ver·boten. 
Wenn Sie in der Sauna illegale Drogen konsumieren:
Dann können wir Sie zwingen, die Sauna zu ver·lassen.
Aber:
Alkohol ist in der Sauna er·laubt.
Rauchen ist auch erlaubt.
Sie können auf der Terrasse rauchen.

Ist es er·laubt, in der Sauna zu fotografieren?

Nein.
Fotografieren und Filmen ist ver·boten.
Das ist wichtig, damit sich alle sicher fühlen.
Deshalb bitten wir Sie: 
Lassen Sie bitte Ihre Handy in Ihrem Schließ·fach.

Gibt es Massagen? 

Es gibt ein Massage·raum im Ober·geschoss. 
Sie können dort eine professionelle Massage buchen.
Dies gegen eine Gebühr.

Barrierefreiheit

Die Sauna ist leider für Rollstuhl·fahrer un·zu·gänglich. 
Während der Auf·führungen ist die Musik manchmal laut. 
Außerdem blinken manchmal Lichter.
Im sex·positiven Bereich ist es dunkel.

Es gibt am 19. Mai um 18 Uhr eine Touch-Tour.
Touch-Tour bedeutet:
Eine Ein·führung vor einem Stück.
Wir bieten auch eine Audio·deskription an.
Übersetzung in Deutsche Gebärden·sprache ist auch vor·handen. 

Wenn Sie einen Behinderten·aus·weis haben, mit dem Merk·zeichen “B”:
Dann kann eine Person Sie begleiten ohne eintritt zu bezahlen.
Um ein Ticket für die Begleit·person zu er·halten:
Kontaktieren Sie bitte Franzi per E-Mail: 
franziska.lammers@sommerblut.de

Wenn Sie Schwierig·keiten haben, sie in der Sauna zu finden:
Oder wenn Sie Fragen zum Programm haben:
Bitte informieren Sie uns an der Bar. 
Dann helfen wir Ihnen. 

Wie sprechen wir uns an? 

Vielleicht sind Sie un·sicher, welche Pronomen eine Person benutzt.
Pronomen bedeutet: 
Wie eine Person sich selbst nennt.

Wenn Sie un·sicher sind: 
Frag einfach nach! 
Machen Sie sich keine Sorgen.
Viele Menschen freuen sich darüber.

Sie können auch an der Bar einen An·stecker bekommen.
Sie können Ihren Namen darauf schreiben.
Und Ihr Pronomen.
Andere wissen dann, wie sie Sie nennen sollen.

Was ist mit Corona? 

Es gelten die offiziellen Regeln im Land NRW.

 


Wenn Sie noch wichtige Fragen haben: 
Senden Sie eine E-Mail an die folgende Adresse.
queertopolis@sommerblut.de.

Das Projekt wird übrigens unterstützt von:

  • Aidshilfe Köln
  • Queeres Netzwerk NRW
  • Rubicon

Mitwirkende

Bühnen·kunst Marje Hirvonen; Mia Hofner & Rubee Fegan; Pauli Jürges, Vivi Kovarbasic & Sebastian Varra; Elle Fierce; Alexander Schaef, “BIRD SKIN”; Lunera, Drag Performance; Deli & Lara; Chiara Waßerka; Thaddäus Maria Jungmann, “wanna have fun?”; Simon; Georg
Gruppenarbeit Juana, Ballroom Workshop; Lecia Fushicho, BDSM- und Shibari-Workshop; Christiane Kaja, Konsens-Spiel; Chiara Waßerka & Zaf Resor, Orgasmic Trance Journey (handless);
Hannah Bingen & Sina Wenz, “Natural Queering”; Jeanne J. Eschert, (Dramaturgie: Eva Königshofen), “gender is a magic trick I forgot how to perform”; Theodor Marcella Meyer-Krämer, “Wer bist du, wenn du allein bist?”; Micha Kranixfeld, Mara May, Hörspie, Checkpoint der Aidshilfe Köln, Sexy Safer Sex Quiz; Ines-Paul Baumann, Kalle Feil, Bernt Ide, Martin Zepter, Fragerunde;, Ria Unverzagt; Jakob Heimbach, Mags, Ricci, Jakob, Theo, Ruth Prangen ("Konzeption Bühnendesign "), Esther, Benjamin Fischbach, Linda Jalloh, Charly Krenn, Kyra, Lucca, Luis, Mags, Martín, Rachel, Ricci, Valerie Wehrens, Anbid Zaman, Judith Steinig-Lange
Fotografie Ygor Bahia; Andrej Nomorov
Musik Aaro, DJ; Mags & Martín, Konzert; Angelica Summer, Interactive Drag Performance; Sara Solar, Konzert;
Video queeres Pornoprogramm: Lara Nickel & Miriam Gossing, Blonde Cobra - Festival for Queer & Experimental Cinema;
Konzept [Konzept bedeutet: Jemand macht den Plan für etwas.] Martin Zepter
Künstlerische Leitung Elle Fierce, Martin Zepter
Projekt·leitung Jakob Heimbach
Beratung Felix Dornseifer, Anna-Mareen Henke
Kostüm·bild Kingdom of Cologne, Kay Karentina Buggisch
Technik Luise Rossbach
Audio·deskription [Audio·deskription ist ein Angebot für blinde Menschen. Jemand beschreibt: Was sieht man gerade auf der Bühne?] Uschi Baetz
Gebärden·sprache Runa Musiol, Elisa-Marie Mischewski