Eine Winterreise

Schubert und Thoreau, Idee: Frauke Meyer
  • Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden.
  • Di. 07.09.2021 - Mo. 13.09.2021
  • 18:00 Uhr
  • VVK 15 € (erm. 10 €)
  • TanzFaktur Siegburger Straße 233 w 50679 KölnAuf Karte anzeigen

Veranstaltung ist...

  • zugänglich für Menschen mit Gehbehinderung
  • barrierefrei für Rollstuhlfahrer*innen
  • empfohlen für Menschen mit Sehbehinderung
  • ... zugänglich für Menschen mit Gehbehinderung
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  • ... empfohlen für Menschen mit Sehbehinderung

Programm

Veranstaltungstermine:
07.09., 18:00 Uhr, Premiere
08.09., 18:00 Uhr, 2. Vorstellung
13.09., 18:00 Uhr, 3. Vorstellung mit Audiodeskription

Auf den ersten Blick führt Ich ein ganz normales Leben. Haus. Familie. Gesundheit. Arbeit. Kleine Freizeitvergnügungen und Konsumfreuden. Ich funktioniert, Ich ist verlässlich und irgendwie auch glücklich. Und dennoch ist da diese Leere, die nagende Frage: Ist es das, mein Leben?

Das traumatisierte lyrische Ich aus Franz Schuberts „Winterreise“ verliert nach einer schmerzvollen Trennung den Boden unter den Füßen. Er begibt sich auf Wanderung in die Abgründe seiner Seele. Sein fiktives Alter Ego ist Henry Thoreau, der in „Walden“ sein Leben fernab der konsumorientierten Massengesellschaft in einer Blockhütte im Wald unter die Lupe nimmt. Die zwei berühmten Ich-Sucher der Musik- und Literaturgeschichte treffen in EINE WINTERREISE aufeinander. Doch wie verhalten sich diese historischen Figuren zu den Erfahrungen der Menschen im Hier und Jetzt der Metropole Köln zu Beginn des 21. Jahrhunderts? Ist zwischen Selbstverwirklichung und -optimierung, zwischen Kreativität und Effizienz noch Raum für die Frage nach dem, was Ich ausmacht?

Multiperspektivisch und spartenübergreifend, szenisch und musikalisch nähert sich das künstlerische Team um Frauke Meyer dieser Frage. Neben professionellen Darsteller:innen und Sänger:innen, bildet ein inklusives Ensemble den Kern dieses Projektes.

Zusatzinformationen:

Teilnehmen können nur Geimpfte, Genesene oder Negativ-Getestete. Ein entsprechender Nachweis muss vorgezeigt werden. Die Aufführungen können nur unter den am Tag der Veranstaltung gültigen Corona-Bedingungen der Stadt Köln durchgeführt werden. Bitte informiere dich dazu in den Tagesmedien und im Internet auf der Seite der Stadt Köln.

Musikalische Leitung und Klavier: Prasqual
Idee und Regie: Frauke Meyer
Bühne und Kostüm: Uta Materne
Dramaturgie: Friederike Engel
Dramaturgische Mitarbeit: Catherine Schumann
Sänger: Frederik Schauhoff
Schauspieler: Torsten Peter Schnick, Paul Gerome Hölters
Expert:innen: Uta Gärtel, Sofia Plich, Frederic Meyer, Manfred Schinner, Iris Schweitzer
Projektleitung: Eva Maria Müller, littlebit Cologne

Künstlerisches Team:

PRASQUAL ist Komponist, Klangarchitekt und Pianist. Er studierte Komposition, elektronische Komposition, Klavier und Dirigieren in Posen, Köln und Düsseldorf und absolvierte Meisterkurse bei Karlheinz Stockhausen, Peter Eötvös, Brian Ferneyhough, Mark André und Christian Wolff. Wesentliche Impulse für sein Klavierspiel erhielt er von Prof. Klaus Oldemeyer (Köln). Werke im Auftrag u.a. von der Polnischen Nationaloper Warschau, Deutschlandfunk, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, Staatstheater Posen, Städtische Bühnen Münster. Als Musiker-Performer trat er beim Künstlerkollektiv Nico & The Navigators auf. Seine Klaviertätigkeit konzentriert sich auf deutsche und französische Barockmusik, Werke von Chopin, Musik des XX. Jahrhunderts, zeitgenössische Improvisation sowie Liedbegleitung (Duo mit Mezzosopranistin Marta Wryk). Er hat als Artist-Expert für die Europäische Kommission gearbeitet.

Frauke Meyer wurde in Dresden geboren. Sie studierte Musiktheaterregie an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg bei Götz Friedrich. Anschließend war sie an der San Francisco Opera und dem Theater Basel tätig. Von 2005 bis 2013 war sie als Szenische Leiterin an der Deutschen Oper Berlin engagiert. Seit 2014 ist sie als freischaffende Regisseurin, Projektentwicklerin und künstlerische Projektleiterin tätig und arbeitete u. a. an der Deutschen Oper Berlin, m Royal Opera House Covent Garden in London und beim Kölner Fest für Alte Musik. Zudem ist sie Dozentin für Dramaturgische Projektentwicklung im Studiengang „Musikvermittlung im Kontext“ an der Anton Bruckner Universität Linz.

Die Bühnenbildnerin Uta Materne studierte Szenographie bei Colin Walker in Hannover. Bereits während des Studiums arbeitete sie als Ausstatterin für verschiedene Film- und Fernsehproduktionen sowie als freie Assistentin am Schauspiel Hannover, am Theater Basel und am Theater Neumarkt Zürich. Ab der Spielzeit 2003/04 assistierte sie zwei Jahre am Theater Basel, unter anderem bei Bettina Meyer, Penelope Wehrli und Anna Viebrock. Eigene Bühnenbilder entstanden am Theater Basel mit Bruno Cathomas, Robert Lehniger und Rafael Sanchez für das Projekt Stadt der Zukunft. Seit 2006 arbeitet Uta Materne als freie Bühnenbildnerin mit Regisseuren wie Rafael Sanchez, Agnese Cornelio, Frauke Meyer, Franz Wittenbrink, Julia Hölscher und Krystyn Tuschhoff u.a. am Schauspiel Hannover, am Staatsschauspiel Dresden oder am Oldenburgischen Staatstheater.

    Mit freundlicher Unterstützung von: