I’ve seen the dark – die Performance
Informationen
| Künstler:innen | Rabea Kiel und Florian Krauß |
Vom Olymp der Leinwände sprechen die Unterrepräsentierten, die sonst nicht nach ihrer Meinung gefragt werden, plötzlich über die Misere der Einzelnen und der Gesellschaft. „I’ve seen the Dark“ ist ein Experiment, bei dem die Rollen vertauscht werden. Die Kranken sind die Gesunden. Die Schwachen die Starken. Die Narren werden zu Sehern. Es ist ein Spiel mit Positionen, mit der Rolle des Suchtkranken in der Gesellschaft, der Rolle des Zuschauers im Theater. Fernab von Repräsentation werden Verfahrensweisen von Gemeinschaft neu erprobt und befragt. Mit oder ohne Zustimmung der Beteiligten. „I’ve seen the Dark“ ist das Abschlussstück eines Stuttgarter Langzeitprojekts, in dem nach Rausch und Magie, Realität und Kunst, Gedankenmanipulation und Selbstkontrolle geforscht wurde. Drogenabstinente, Konsumierende und Substituierte haben sich zusammen mit dem Künstlerduo auf eine Recherche eingelassen und in einem demokratischen Prozess die Grenzen der eigenen Realitäten ausgetestet.