Körper

Sommerblut Kulturfestival 2018

Eröffnung

Zum Auftakt des Sommerblut-Festivals erwartet das Publikum im Comedia Theater ein vielfältiges Programm. Clownerie, Tanz, Performance und Literatur-Oper beschäftigen sich mit Themen wie Scheitern, Körper, Sexismus und kultureller Vielfalt. Unterschiedliche Künstler*innen und inklusive Ensembles zeigen ihre Arbeiten. Moderiert wird der Abend von Ninia LaGrande.

Helden

Die Ausstellung der KAT18-Ateliergemeinschaft beschäftigt sich mit Helden, Stars und ihrer Wirkung auf Menschen. Zeichnungen und Bilder zeigen verschiedene Arten von Vorbildern – von Musik- und Sportstars bis zu Superhelden. Dabei wird hinterfragt, warum wir Helden bewundern und ihre Nähe suchen.

Vielfalt des Lebenes - Vielfalt der Musik

Das Rainbow Symphony Cologne widmet sich musikalisch den verschiedenen Lebensphasen und persönlichen Veränderungen. Werke von Humperdinck, Prokofjew, Anderson und Elgar erzählen von Kindheit, Erwachsenwerden, Beruf, Reife und Freundschaft. Musiker*innen und Publikum bilden dabei eine vielfältige Gemeinschaft.

Körperblut

Die verschiedenen Kunstprojekte setzen sich mit Identität, Körper und gesellschaftlichen Vorstellungen auseinander. Fotografien thematisieren Geschlechtsidentität und den Umgang mit Andersartigkeit, während Puppentheater und Performance Fragen zu Suizid, Körperbildern und Geschlechterrollen aufgreifen. Gemeinsam hinterfragen die Werke Vorurteile und gesellschaftliche Normen.

Die Maske – Exclusion. Equality. Identity

Das Jugendtheater „die MASKE“ beschäftigt sich mit Anderssein, Identität und persönlichen Grenzen. Durch Bewegung und verschiedene Ausdrucksformen zeigt das Ensemble den Konflikt zwischen individuellen Bedürfnissen und gesellschaftlicher Akzeptanz. Griechische, polnische und deutsche Jugendliche gestalten gemeinsam das inklusive Theaterprojekt.

ALL IN.

Im Mittelpunkt des Symposiums steht die Frage, wie inklusive Kunst in Tanz, Theater und Musik neue Formen entwickeln kann. Workshops, Performance-Lectures und Proben zeigen innovative Methoden, den kreativen Einsatz von Hilfsmitteln und Technologien sowie die Zusammenarbeit mixed-abled Ensembles. Fachleute aus verschiedenen Ländern teilen ihre Erfahrungen mit Künstler*innen und Kulturinstitutionen.

LET’S MEET

LET’S MEET setzt sich mit unterschiedlichen Vorstellungen vom Frau-Sein und mit der Frage nach Gleichberechtigung auseinander. Frauen mit und ohne Migrationsgeschichte tauschen sich über kulturelle Grenzen hinweg aus und teilen ihre Erfahrungen. Ein „Narrative Walk“ macht persönliche Geschichten und Perspektiven auf weibliche Identität erlebbar.

Ich, Woyzeck (AT)

Georg Büchners „Woyzeck“ erzählt von einem einfachen Soldaten, der durch Armut, Demütigungen und psychische Belastungen zunehmend den Halt verliert. Die Inszenierung untersucht den Zusammenhang zwischen Körper und Seele und zeigt, wie daraus Wahn und Gewalt entstehen können. Sechs junge Schauspieler*innen setzen sich dabei auch mit eigenen Grenzen auseinander.

Period of Silence – Phase der Verschwiegenheit

„PERIOD OF SILENCE“ setzt sich kritisch mit Sexismus, Körperbildern und gesellschaftlichen Tabus auseinander. In einem Parcours aus Text, Film, Musik und Performance werden Themen wie Scham, Schweigen und die Bewertung weiblicher Körper sichtbar gemacht. Die Inszenierung zeigt, wie Unwissenheit Ängste und Vorurteile fördern kann.

Drugland

„DRUGLAND“ beleuchtet die vielfältigen Konflikte rund um Drogen, Sicherheit und Zusammenleben am Kölner Neumarkt. Schauspieler*innen und Menschen aus unterschiedlichen betroffenen Gruppen bringen ihre Perspektiven ein. In einem geführten Rundgang werden Fragen nach Macht, Sichtbarkeit und der gemeinsamen Nutzung des öffentlichen Raums künstlerisch erfahrbar gemacht.

Mensch

Georgette Dee widmet sich mit Liedern und Geschichten den Höhen und Tiefen von Liebe und Beziehungen. Zwischen Humor und Melancholie erkundet sie, was einen guten oder schlechten Menschen ausmacht. Begleitet von Terry Truck am Klavier entsteht ein sinnlicher Abend zwischen Leben, Liebe, Licht und Dunkelheit.

DIE MARQUISE VON O... Über das Marionettentheater

Die Literatur-Oper Köln verbindet zwei Texte von Heinrich von Kleist und stellt den menschlichen Körper in den Mittelpunkt. Zwischen Anmut, Gewalt und Missbrauch wird die Frage nach körperlicher Würde und Unantastbarkeit aufgeworfen. Acht Singstimmen und ein Bläserensemble setzen die Werke musikalisch um.

Am eigenen Leib

„Mambo Moves“ erforscht, wie Menschen ihren Körper wahrnehmen und welche Rolle Bewegung, Alter, Arbeit und persönliche Erfahrungen dabei spielen. Tänzer*innen zwischen 20 und 90 Jahren setzen sich gemeinsam mit Themen wie Ekstase, Schmerz und Körpergefühl auseinander. Menschen mit unterschiedlichen Lebenswegen und mit oder ohne Behinderung gestalten das Stück zusammen.

...DAS HAT IN UNS WEITERGEFRESSEN

Das Programm erinnert an die Schrecken des Ersten Weltkriegs und stellt der anfänglichen Kriegsbegeisterung die brutale Realität gegenüber. Lieder von Mahler, Schubert, Weill, Eisler und Butterworth treffen auf Texte und Berichte aus der Kriegszeit. Musik und Lesung zeigen Verwundung, Zerstörung und die menschlichen Folgen des Krieges.

Carne Vale!

„CARNE VALE!“ untersucht den menschlichen Körper als Ausdruck von Instinkten, Zeitgeschehen und Veränderung. In einem intensiven Bewegungsspiel wird der Körper entblößt, verwandelt und schließlich neu geboren. Inspiriert vom mittelalterlichen Karneval thematisiert die Choreografie Vergänglichkeit, Erneuerung und das Ablegen alter Hüllen.

Cut. Loose // Messer

„MESSER“ setzt sich mit Macht, Gewalt, Sprache und politischen Erfahrungen auseinander. In einem Tanzduett wird das Messer zum Symbol und Kommunikationsmittel eines Paares, dessen Beziehung zwischen Zärtlichkeit und Gewalt schwankt. Live-Musik begleitet die körperliche und stimmliche Auseinandersetzung mit Militarismus und Politik.

(Mein indianisches Herz)

Das Konzert stellt Werke homosexueller Komponisten vor und verbindet Lieder über Liebe, Körper, Gefühle und verschiedene Lebensphasen. Ein Schwerpunkt liegt auf südamerikanischer Musik aus der Inkazeit, in der Homosexualität weitgehend akzeptiert wurde. Das Programm betont die universellen Gemeinsamkeiten menschlicher Erfahrungen unabhängig von Herkunft oder sexueller Orientierung.

Fucking Disabled.

Die Performance beschäftigt sich sinnlich und offen mit Lust, Schönheit und sexueller Freiheit. Menschen mit unterschiedlichen Körpern und Behinderungen zeigen, wie vielfältig Sexualität sein kann, und hinterfragen gesellschaftliche Vorstellungen von Normalität. Im Mittelpunkt stehen Begegnung, Genuss und der Abbau von Tabus.

Ehrenfeld. Ein Körper.

Der Leo-Amann-Park und das BüZE Ehrenfeld verwandeln sich in einen vielfältigen Erlebnisraum. Besucher*innen erleben Theater, Tanz, Akrobatik, Musik und Kunst und können bei Graffiti, Kampfsport und anderen Aktionen selbst aktiv werden. Eine gemeinsame Choreografie und Lichtinstallationen bilden den Abschluss des inklusiven Festes.

Die Gefühle verstecken sich hinter dem ganzen Körper!

Autorinnen und Autoren des Magazins Ohrenkuss lesen
selbstgeschriebene Texte zum Thema KÖRPER.
Paul Spitzeck erklärt schon mal vorweg: »Aufregung ist in
der Körper, ist in der Herz.«
Ohrenkuss ist ein Magazin, dessen Texte von Menschen
mit Down-Syndrom geschrieben werden. In der schönen Kölner
Orangerie lesen sie eigene Texte zum Thema KÖRPER.
Begleitet wird die Lesung durch Musik von Anton Berman.

Gamma Strahlen

Die Lesung untersucht drei bekannte Marvel-Helden und ihre Darstellung des Körpers: Hulk steht für unkontrollierbare Kraft, Vision für die Verbindung von künstlicher Intelligenz und menschlichen Gefühlen, Wolverine für einen nahezu unzerstörbaren Körper und militärische Manipulation. Dabei werden die Figuren unterhaltsam in ihren historischen und kulturellen Kontext eingeordnet.

TOUCHING MOVES beyond the eyes

Die Performance „beyond the eyes“ macht Tanz ohne Sehen erlebbar. In einem abgedunkelten Raum nehmen die Besucher*innen Bewegungen über Geräusche, Texte, Berührungen und körperliche Nähe wahr. Dadurch entsteht eine ungewöhnliche, sinnliche Erfahrung, bei der der Sehsinn bewusst ausgeschlossen wird.

Antikörper

„ANTIKÖRPER“ beschäftigt sich mit Gefängnis, Schuld und gesellschaftlicher Ausgrenzung. In einer körperbetonten Performance erzählen Inhaftierte aus Köln-Ossendorf von persönlichen Erinnerungen, Hoffnungen und Erfahrungen. Tätowierungen werden dabei zu Symbolen für Vergangenheit, Stigmatisierung und die bleibenden Spuren des Lebens.

No-Go-Area

Die Inszenierung verbindet Parkour mit einer ungewöhnlichen Sicht auf den urbanen Raum. Mauern, Autos und Häuser werden zu Hindernissen eines persönlichen Trainingsparcours, während eine geheimnisvolle Figur zur friedlichen Rückeroberung von No-Go-Areas aufruft. Eine Physiotherapeutin gerät dabei in eine rätselhafte Situation, in der gewohnte Regeln nicht mehr gelten.

Mein Schloss

„MEIN SCHLOSS“ ermöglicht einen Einblick in die Welt des Autismus und stellt dabei Unterschiede, Herausforderungen und besondere Perspektiven in den Mittelpunkt. Tänzerinnen und Musikerinnen entwickelten unter der Leitung von Jean Laurent Sasportes gemeinsam Bewegungen, Musik und Szenen, die auf persönlichen Erfahrungen und Beobachtungen basieren.

Lügen

„LUEGEN“ untersucht, wie Wahrheit und Täuschung in der Kommunikation entstehen. Eine hörende und eine gehörlose Schauspielerin erforschen auf der Bühne, ob Körpersprache und Mimik gesprochene Aussagen verraten können. So wird das Theater zum Experimentierfeld für Wahrnehmung, Authentizität und bewusste sowie unbewusste Kommunikation.

CROTCH Baal

„CROTCH“ verbindet Tanz, Theater und Performance und setzt sich mit Geschlechterrollen, Ungleichheit, sexualisierter Gewalt und sexueller Identität auseinander. Das Stück stellt sich gegen gesellschaftliche Normen und macht persönliche Geschichten sichtbar. Das Baal Ensemble verbindet dabei professionelle Tänzerinnen mit Kölner Gastdarstellerinnen.

Clash – Körper der Kulturen

„CLASH“ untersucht, wie kulturelle Regeln und Vorstellungen den Umgang mit dem eigenen Körper prägen. Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen zeigen durch Tanz und Theater verschiedene Formen des körperlichen Ausdrucks. Die Performance hinterfragt dabei, was als „normal“ gilt, und macht Vielfalt und individuelle Stärken sichtbar.

Tell Me What it Is

In „TELL ME WHERE IT IS“ setzt sich Alessandro Schiatta­rella mit persönlichen Grenzen und deren möglichen neuen Perspektiven auseinander. Ausgehend von seinen Erfahrungen als Tänzer mit einer neuromuskulären Erkrankung hinterfragt er, wie Einschränkungen zu kreativen Möglichkeiten und gesellschaftlicher Stärke werden können.

Ein Bericht für eine Akademie von Franz Kafka

Samuel Koch und Schauspielerkollege Robert Lang
haben einen Abend entwickelt über den schmalen Grat
zwischen Mensch und Tier. In dem Bericht eines Affen über
seine Menschwerdung loten die Darsteller die Grenzen

unseres Menschseins aus und präsentieren in eindrucksvollen
Szenen innere Zwiegespräche über die dünne Schicht

dessen, was wir Zivilisation nennen.
Ein Bericht für die Akademie ist eine Produktion
des Staatstheaters Darmstadt und hatte dort am 2. April
2015 Premiere.

Kulturfinale / Mad Pride

Eine inklusive Parade führt gemeinsam mit Kwaggawerk und Psychiatrie-Erfahrenen nach Odonien. Dort wird das Festival mit einem vielfältigen Kulturprogramm aus Kölsch-Rock, Oriental Rock, Weltmusik, Akustik und Poesie gefeiert. Künstler*innen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen bringen Musik und Menschen zusammen. Moderiert wird das Finale von Kerstin Pöpper.