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Ist unser Gedächtnis etwa visuell, unberührbar und geräuschlos? Dagegen spricht die Ausstellung „Blinde Flecken“. In ästhetisch feinen, soundscape-artigen Aufnahmen werden akustische Umwelten hautnah hörbar gemacht. Diese führen nicht in die Welt Blinder, sondern in eine auch für Sehende erfahrbare Welt. Die Ausstellung ist ein Audioprojekt von Blinde und Kunst e.V., der innerhalb des europaweit einzigartigen Gemeinschaftsprojektes „Ohrenblicke – Radiokunst von Blinden und Sehbehinderten“ die Hörkunst weiterentwickelt und sie mit anderen Städten Europas vernetzt. „Ohrenblicke“ sendet bereits per UKW in Köln, Nürnberg, Utrecht und Salzburg und hat sich zum Ziel gesetzt, inspirierende Hörwelten für alle zu schaffen. Die Radiosendungen beschäftigen sich jeweils mit Themenschwerpunkten wie z. B. „Wie reisen Blinde?“, „Wie fühlt sich Kunst an?“ oder „Wie klingen Städte?“. „Ohrenblicke“ will Radio gestalten, Kunst akustisch darstellen sowie berufliche Chancen von Blinden verbessern. Eine Kooperation von Blinde und Kunst e.V. und Sommerblut Kulturfestival.