Nachtasyl

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Artists Alanus Hochschule (von Maxim Gorki)

‚Was soll ich mit der Wahrheit? Leben will ich.‘ Maxim Gorkis Figuren in „Nachtasyl“ suchen, finden und verteidigen ihren Anspruch als Mensch. Keiner hat Arbeit, kaum einer Geld und niemand eine Zukunft. Sie alle stecken im Asyl von Wassilissa und ihrem Mann fest – einem surrealen Ort des Wartens, Hoffens und Überdauerns. Die Ausformungen der heutigen sozialen Realität zeigen, dass das bekannte Theaterstück von Gorki selbst nach 100 Jahren nichts von seiner Aktualität verloren hat. In Zeiten von Hartz IV und Flüchtlingsproblematik befindet sich Europa in einer dramatischen Entwicklung, die Schere zwischen Arm und Reich klafft immer weiter auseinander. Wo bleibt der Mensch dazwischen? Mit zehn Schauspiel-Studierenden der Alanus Hochschule, die in einem Jahr ihre Ausbildung beenden, will die Regisseurin Christina Schelhas ‚auf den Grund‘ – so die wörtliche Übersetzung des russischen Titels – des menschlichen Lebens gelangen. ‚Es gibt hier keine Herren … Nur der nackte Mensch ist geblieben.‘