Rausch

Sommerblut Kulturfestival 2017

Sommerblut Kulturfestival - Eröffnung

Das Sommerblut-Festival startet am 6. Mai 2017 im COMEDIA Theater mit einem vielseitigen Programm aus Musik, Theater und Lesungen. Künstler wie Gerd Köster und Eskander Abadi treten auf. Smartability und der Grenzenlos Chor sorgen für Musik. Ninia LaGrande moderiert.

Die Bewegung greifen II

Die Ausstellung von Karl Werner Maria Meyer zeigt fotografische Momentaufnahmen, die Bewegung, Gefühle und Gegensätze auf besondere Weise darstellen. Seine Bühnenbilder verbinden Licht und Dunkelheit, Ruhe und Bewegung. Zur Vernissage gibt es Musik von Udo Schild und eine Einführung von Kai Kullen.

Inclusion Infusion #4: Wortrausch

Was passiert, wenn sich Poetry Slammer und Jugendliche mit und ohne Behinderungen in einen gemeinsamen Wortrausch begeben? Wie verändert sich Lyrik, wenn sie den Boden der neurotypischen Normen verlässt? Und wie fügt sich das zu einem neuen, vielfältigeren Ganzen? Die Poetry Slammer und Jugendlichen der Offenen Schule Köln zeigen einen musikalischen Rausch der Worte, der Grenzen überschreitet.

You.Here.Now

Die Installation „You.Here.Now.“ verwandelt die Besucher mithilfe von Internetbildern in ein digitales Porträt. Dabei wird die Wirkung der täglichen Bilderflut hinterfragt. Zur Eröffnung erklärt Künstler Ian Willcock sein Konzept. Anschließend präsentiert Axt Klee Erz das Live-Set „Alternative Fakten“.

Seikatsu

Taro Sladek zeigt in einer Pantomime die verschiedenen Formen des Rausches durch die Menschheitsgeschichte. Von griechischen Mythen und schamanischen Ritualen bis zur Moderne verbindet er Pantomime und Musik und macht deutlich, dass Rausch auch heute noch eine wichtige Rolle spielt.

Kontrolle

In der Theaterperformance „Kontrolle“ untersucht »projek zukumpf« das Spannungsfeld zwischen Selbstbeherrschung und Rausch. Ein inklusives Ensemble mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Hintergründen entwickelt gemeinsam eine Performance, bei der Theater, Bewegung und Bilder miteinander verbunden werden.

der letzte Rausch

In der Galerie Display werden gesellschaftliche Vorstellungen von Utopie und Dystopie künstlerisch miteinander verbunden. Die rohen Zeichnungen treffen auf Texte und Gedichte, die sich mit Sexualität, sozialen Ängsten, Rollenbildern und Macht beschäftigen. Dabei entsteht eine düstere und zugleich rauschhafte Atmosphäre, die schließlich zur Frage nach dem Leben und seinem letzten Funken führt.

Schachnovelle nach Stefan Zweig

Dr. B wird von diktatorischen Mächten gefangen gehalten und durch Isolation und Verhöre zermürbt. Ein Schachbuch hilft ihm zunächst zu überleben, doch das Spiel gegen sich selbst wird zur zerstörerischen Sucht. Bühne Cipolla verbindet Zweigs Novelle mit Figurentheater und Livemusik.

die vierzig Tage des Musa Dagh

Franz Werfels Roman thematisiert die Verfolgung der Armenier im Jahr 1915. Gabriel Bagradian gerät in seiner Heimat in einen brutalen Überlebenskampf und muss sich mit Widerstand, Zugehörigkeit und Identität auseinandersetzen. Die Literatur-Oper Köln verbindet dabei Oper, Schauspiel und Literatur.

Nacktbadestrand

Nach vielen Jahren ohne Beziehung entdeckt Elfriede Vavrik im hohen Alter ihre Sexualität neu. Ein Zeitungsinserat führt sie zu unerwarteten Begegnungen und einem intensiven Liebesleben. Die Geschichte bricht Tabus rund um Sexualität im Alter und thematisiert Selbstbestimmung, Einsamkeit und die Suche nach Nähe.

Die Legende vom heiligen Trinker

Joseph Roth erzählt die letzten Tage des Clochards Andreas, dessen Leben durch unerwarteten Geldsegen eine überraschende Wendung nimmt. Auf seinem Weg durch die Pariser Kneipen erlebt er eine Reihe wundersamer Begegnungen. Das Sommerblutfestival verwandelt die Geschichte in ein musikalisches Theaterspektakel in der Kölner Kneipe Durst.

No Way Out

„No Way Out“ gibt Einblicke in das Leben drogenabhängiger und substituierter Menschen. Eine szenische Lesung, basierend auf Interviews mit Betroffenen und Mitarbeitenden der Drogenhilfe, thematisiert Ausgrenzung, Armut und soziale Vorurteile. Im Treppenhaus des Gesundheitsamts entsteht ein unmittelbarer Raum für Begegnung und Reflexion.

Frühlingsrausch

Georgette Dee feiert den Frühling mit einem abwechslungsreichen Programm aus Chansons und Liedern über Liebe, Leben und die kleinen Melancholien des Alltags. Begleitet von Terry Truck am Klavier entsteht ein musikalischer Abend voller Lebensfreude, Humor und Frühlingsstimmung.

Macbeth

Shakespeares „Macbeth“ zeigt den Aufstieg eines Mannes in einer von Macht, Gewalt und Rücksichtslosigkeit geprägten Welt. Die Inszenierung blickt dabei direkt in Macbeths Gedankenwelt und zeigt seine Ängste, Fantasien und den Weg zum Mord. Live-Musik verstärkt die düstere, tranceartige Atmosphäre.

NACHT UND NEBEL … und die Trommeln der Transzendenz

Eine audiovisuelle Reise lässt die Rave-Kultur der 90er-Jahre neu aufleben. Ambient, Electronica und Techno verbinden sich mit pulsierenden Bässen, Nebel und Projektionen zu einem intensiven Erlebnis. Im Mittelpunkt steht das vollständige Eintauchen in Musik, Licht und Atmosphäre.

PLANET HEIMAT Kommen wir daher? Oder gehen wir dahin?

Was bedeutet Heimat und wo fühlt man sich zu Hause? Junge Menschen aus verschiedenen Ländern setzen sich gemeinsam mit Schüler*innen des Gymnasiums Kreuzgasse mit diesen Fragen auseinander. Auf Odonien entsteht ein vielseitiger Theaterparcours, der unterschiedliche Perspektiven zeigt und Heimat als etwas Wandelbares und Utopisches begreift.

MORGEN KOMMT DAS WEG! Johanna May: Ein Messie im Zwiegespräch mit seinen Haufen

Hinter der scheinbar perfekten Fassade einer berufstätigen Frau verbirgt sich ein Leben voller Müll und Konsum. In ihrem Messie-Dasein verliert sie zunehmend die Kontrolle und versucht vergeblich, ihre Sammelsucht zu überwinden. Das Solo-Stück verbindet Absurdität und Gesellschaftskritik und hinterfragt Konsum, Besitz und innere Leere.

DIE MESSE

In einer zunehmend hektischen Welt suchen Menschen Halt in Ritualen und spirituellen Vorstellungen. „Die Messe“ greift dieses Bedürfnis auf und verwandelt es in eine surreale Performance aus Tanz, Gesang, Licht und Bewegung. Das rauschhafte Bühnenerlebnis verbindet mystische Elemente mit einer sinnlichen und zugleich verstörenden Atmosphäre.

Das Frühlingsopfer / Corps oubliés

Mehdi Farajpour thematisiert die Unterdrückung des Körpers und das Verbot von Liebe und Tanz. Das Stück zeigt, wie Menschen trotz Einschränkungen ihre Freiheit und Ausdruckskraft bewahren können. Inspiriert von Stravinskys „Das Frühlingsopfer“ verbindet die Inszenierung Tanz mit existenziellen und politischen Fragen.

Irrmitation

Die Wahrnehmung gerät in diesem Tanz- und Installationsprojekt bewusst aus dem Gleichgewicht. Bewegungen, Projektionen und vervielfachte Körper lassen Realität und Illusion miteinander verschmelzen. Zufall, körperliche Ekstase und visuelle Effekte erzeugen einen rauschhaften Zustand und hinterfragen die eigene Wahrnehmung.

CHARLES BUKOWSKI – GEDICHTE NEU VERTONT

Charles Bukowskis Gedichte werden in einer musikalischen Neuinterpretation zum Leben erweckt. Schauspieler Peter Lohmeyer und Reinhardt Repke mit seiner Band verbinden Bukowskis raue Sprache mit Melancholie und überraschender Schönheit. Die vertonten Gedichte schaffen eine besondere Atmosphäre zwischen Literatur, Musik und persönlicher Erzählung.

Im Glücksrausch: „Mein Herz dancet und blüht dann auf“

Was bedeutet Glück und wodurch entsteht es? Autorinnen und Autoren des Magazins Ohrenkuss teilen persönliche Texte über Glück, Freude und besondere Momente. Die Lesung wird musikalisch von Anton Berman begleitet. Ohrenkuss wird von Menschen mit Down-Syndrom gestaltet.

Theater RambaZamba / Jacob Höhne

Alfred Jarrys „König Ubu“ zeigt einen machtbesessenen Herrscher, der mit Populismus und einfachen Wahrheiten ein Volk für sich gewinnt. Die groteske Inszenierung verbindet Machtgier, Manipulation und politische Kritik mit der Frage nach grenzenloser Freiheit. Das inklusive RambaZamba Ensemble setzt das Stück mit Schauspielern mit unterschiedlichen Behinderungen um.

I’ve seen the dark – die Performance

„I’ve seen the Dark“ hinterfragt gesellschaftliche Rollen und stellt gewohnte Machtverhältnisse auf den Kopf. Menschen mit Suchterfahrungen werden zu Beobachtern und Deutenden, während Vorstellungen von Normalität, Stärke und Schwäche neu betrachtet werden. Das Stück entstand aus einem langfristigen Forschungsprojekt über Rausch, Realität, Kunst und Selbstkontrolle.

Braindance in Spacetown – Rausch in Odonien

Eine interaktive Performance erkundet die Beziehung zwischen Rausch, Vernunft und Freiheit. Auf einem Rundgang durch Odonien begegnet das Publikum verschiedenen Perspektiven auf psychedelische Drogen, Cannabis und LSD. Vergangenheit, Zukunft und menschliche Entscheidungen werden dabei miteinander verbunden und gemeinsam mit den Zuschauer*innen hinterfragt.

Kabarett Sauvignon – (fast) alles über Wein

Thomas C. Breuer widmet sich humorvoll und kritisch dem Thema Wein und seiner Bedeutung in Gesellschaft und Zeitgeschehen. Mit eigenen Texten und Liedern beleuchtet er Alkohol, Politik und Kirche und streift dabei weitere Formen des Rausches. Das Programm verbindet Satire, Geselligkeit und gesellschaftliche Beobachtungen.

Nachtasyl

Maxim Gorkis „Nachtasyl“ erzählt von Menschen, die ohne Arbeit, Geld und Perspektive in einer Notunterkunft leben. Die Inszenierung verbindet das über 100 Jahre alte Stück mit heutigen sozialen Problemen wie Armut und Flucht. Im Mittelpunkt steht die Frage, was vom Menschen bleibt, wenn gesellschaftliche Sicherheiten wegfallen.

Tanzrausch!? Tango Argentino

Die Tanzlehrer Georg Stallnig und Jana Kürten präsentieren Tänze und laden zum Mitmachen ein. Das Programm wird zusammen mit den Teilnehmern gestaltet. Es wird improvisiert, und das Publikum lässt sich von der Musik leiten, sodass der Abend im Tanzrausch verbracht wird. Es sind keine Vorkenntnisse nötig. Es bedarf nur eines freien Geistes und viel Tanzlaune. Ein schöner Abend mit Musik, Freude am Tanz und netter Gesellschaf

TAG DER BEGEGNUNG Landschaftsverband Rheinland

Der „Tag der Begegnung“ setzt sich für Inklusion und ein gleichberechtigtes Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung ein. Neben Mitmachaktionen und Musik präsentiert das Sommerblut-Festival inklusive Theater-, Tanz- und Musikbeiträge. Den Abschluss bildet ein Konzertabend mit verschiedenen Künstlern, die durch ihre unterschiedlichen kulturellen Hintergründe musikalisch verbunden sind.

Mad Pride

Zum Abschluss des Sommerblut-Festivals zieht die „Mad Pride“ durch Köln und setzt ein Zeichen gegen Diskriminierung und Ausgrenzung. Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen kommen zusammen und feiern Vielfalt, Freiheit und Teilhabe. Die bunte Parade versteht Inklusion als gemeinsames Eintreten für Gleichberechtigung.

Kulturfinale / Mad Pride

Zum Festivalabschluss führt eine inklusive Parade mit Musik und Aktionen nach Odonien. Dort erwartet das Publikum ein vielseitiges Kulturprogramm mit Reggae, Dub, Rock, Hip-Hop, Jazz, Funk und Pop. Tanzaktionen und Performances bringen Menschen verschiedener Generationen und Hintergründe zusammen. Moderiert wird der Abend von Kerstin Pöpper.