...DAS HAT IN UNS WEITERGEFRESSEN

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1914 war der Abmarsch an die Front voller Begeisterung.

Die Freiwilligen, beflügelt von Phantasien von Heldentod und Va-
terland, wurden angespornt von den Erwartungen einer Gesell-
schaft, die von Militarismus durchdrungen war. Doch der Krieg

war anders: anonymes, zufälliges, technisiertes Töten, schreck-
liche Verwundungen und Verstümmelungen, auf immer gezeich-
nete Körper – der 1. Weltkrieg war industrielle Vernichtung.

So vollständig war diese Vernichtung, dass die Körper un-
zähliger Soldaten nicht nur verletzt, sondern im Granatenfeuer

zerrissen, ja ausgelöscht wurden.

Lieder von Mahler, Schubert, Weill, Eisler und George But-
terworth, der 1916 in der mörderischen Schlacht an der Somme

fiel, werden unterbrochen und kontextualisiert durch Sascha
Tschorns Lesung von Berichten und Literatur aus den Jahren
rund um den Krieg. Großes und Dramatisches steht neben
ruhigen, nachdenklichen Werken, musiziert von Bassbariton
Thomas Bonni und Pianist Christoph Schnackerts.