Eine Winterreise

Informationen

Zeitraum 7.-13.9.2021
Künstler:innen Schubert und Thoreau, Idee: Frauke Meyer

Ein inklusives, szenisches Konzert-Theater-Projekt mit Profis und Laien untersucht auf den Spuren von Schuberts „Winterreise“ und Thoreaus „Walden“ im Rahmen des Kölner Sommerblutfestivals 2021 die Aporien des Ichs.

Auf den ersten Blick führt Ich ein ganz normales Leben. Haus. Familie. Gesundheit. Arbeit. Kleine Freizeitvergnügungen und Konsumfreuden. Ich funktioniert, ich ist verlässlich und irgendwie auch glücklich. Und dennoch ist da diese Leere, die nagende Frage: Ist es das, mein Leben? Mit dem traumatisierten Lyrischen Ich aus Franz Schuberts „Winterreise“, das nach einer schmerzvollen Trennung, den Boden unter den Füßen verliert und sich auf Wanderung in die Abgründe seiner Seele begibt und dem fiktiven alter Ego von Henry Thoreau, der in „Walden“ sein Leben fernab der konsumorientierten Massengesellschaft in einer Blockhütte im Wald unter die Lupe nimmt, wählt Regisseurin Frauke Meyer zwei der berühmtesten suchenden Ichs der Musik- und Literaturgeschichte. Doch wie verhalten sich diese historischen Figuren zu den Erfahrungen der Menschen im Hier und Jetzt der Metropole Köln zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Ist zwischen Selbstverwirklichung und -optimierung, zwischen Kreativität und Effizienz eigentlich noch Raum für die Frage nach dem, was Ich ausmacht?

Multiperspektivisch und spartenübergreifend, szenisch und musikalisch nähert sich das künstlerische Team um Frauke Meyer dieser Frage. Neben professionellen Darstellern und Sängern, bildet ein inklusives Laienensemble den Kern dieses Projektes.

Termine

Dienstag 7.9.2021
Mittwoch 8.9.2021
Montag 13.9.2021